Kaufnebenkosten-Rechner

Grunderwerbsteuer, Notar und Makler: was beim Immobilienkauf zusätzlich zum Kaufpreis fällig wird — nach Bundesland.

Zuletzt geprüft: 24. August 2026 Rechenweg offengelegt Ohne Anmeldung, ohne Datenweitergabe

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Die Kosten neben dem Kaufpreis

Grunderwerbsteuersätze und Rechtsstand geprüft im August 2026.

Beim Immobilienkauf kommen zum Kaufpreis drei Posten dazu, die zusammen zwischen 8 und 15 Prozent ausmachen. Bei 400.000 Euro Kaufpreis:

BundeslandGrunderwerbsteuerNebenkosten gesamtAnteil
Bayern14.000 €34.280 €8,57 %
Hamburg22.000 €42.280 €10,57 %
Nordrhein-Westfalen26.000 €46.280 €11,57 %

Gerechnet ist jeweils mit 1,5 Prozent für Notar und Grundbuch sowie 3,57 Prozent Maklerprovision als Käuferanteil. Der Unterschied zwischen Bayern und Nordrhein-Westfalen beträgt allein bei der Grunderwerbsteuer 12.000 Euro.

Die drei Posten im Einzelnen

Die Grunderwerbsteuer legen die Bundesländer fest. Sie reicht von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Schleswig-Holstein. Fällig wird sie nach Beurkundung, meist innerhalb eines Monats nach dem Bescheid des Finanzamts. Erst nach Zahlung erteilt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung, ohne die keine Eintragung im Grundbuch erfolgt.

Notar- und Grundbuchkosten sind gesetzlich geregelt und nicht verhandelbar. Zusammen liegen sie bei rund 1,5 Prozent des Kaufpreises. Der Notar ist zur Neutralität verpflichtet, auch wenn ihn üblicherweise der Käufer beauftragt und bezahlt.

Die Maklerprovision teilen sich seit Dezember 2020 beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern durch Privatpersonen Käufer und Verkäufer, wobei der Käufer höchstens so viel zahlen muss wie der Verkäufer (§ 656c BGB). Bei einem Direktkauf vom Eigentümer entfällt sie ganz.

Warum die Nebenkosten aus Eigenkapital kommen müssen

Banken finanzieren die Nebenkosten in aller Regel nicht mit. Der Grund ist einfach: Ihnen steht keine Sicherheit gegenüber. Die Grunderwerbsteuer erhöht nicht den Wert der Immobilie, sie ist schlicht weg.

Das bedeutet: Ihr Eigenkapital wird zuerst für die Nebenkosten verbraucht, erst der Rest zählt für den Kaufpreis. Wer 400.000 Euro kaufen will und 50.000 Euro Eigenkapital hat, finanziert in Nordrhein-Westfalen faktisch mit knapp 4.000 Euro Eigenanteil. Der Beleihungsauslauf liegt dann bei fast 100 Prozent, mit entsprechenden Zinsaufschlägen.

Der Rechner oben weist deshalb aus, was nach den Nebenkosten vom Eigenkapital übrig bleibt.

Häufige Fragen

Kann ich die Grunderwerbsteuer senken?
Ja, indem Sie mitgekauftes bewegliches Inventar im Kaufvertrag gesondert ausweisen. Küche, Möbel oder Sauna sind kein Grundstücksbestandteil. Der Wert muss angemessen sein, sonst erkennt das Finanzamt ihn nicht an. Als Orientierung gilt, dass Ansätze über 15 Prozent des Kaufpreises regelmäßig geprüft werden.
Was kostet der Notar genau?
Die Gebühren richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz und hängen vom Kaufpreis ab. Für Beurkundung, Grundschuldbestellung und Grundbucheintrag zusammen rechnen Sie mit rund 1,5 Prozent. Ein Vergleich verschiedener Notare bringt nichts, die Gebühren sind identisch.
Fallen Nebenkosten auch beim Neubau an?
Ja, wobei die Grunderwerbsteuer nur auf den Grundstückswert anfällt, wenn Grundstückskauf und Bauvertrag getrennt sind und kein einheitliches Vertragswerk vorliegt. Die Abgrenzung ist im Einzelfall komplex, hier lohnt eine steuerliche Beratung.
Gibt es Ausnahmen von der Grunderwerbsteuer?
Käufe zwischen Ehegatten und Verwandten in gerader Linie sind steuerfrei, ebenso Erwerbe unter 2.500 Euro und Erbschaften. Einige Bundesländer haben zudem Freibeträge für selbstgenutztes Wohneigentum eingeführt.

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