Wie sich die Restschuld entwickelt
Rechtsstand geprüft im August 2026.
Die Restschuld sinkt anfangs kaum und gegen Ende immer schneller. Der Grund liegt in der Konstruktion des Annuitätendarlehens: Zinsen fallen nur auf die verbleibende Schuld an. Solange sie hoch ist, geht der größte Teil der Rate für Zinsen weg.
Ein Beispiel: 300.000 Euro zu 3,5 Prozent Sollzins und 2 Prozent anfänglicher Tilgung, also 1.375 Euro Monatsrate. Nach fünf Jahren sind erst 32.733 Euro getilgt, während 49.767 Euro an Zinsen geflossen sind. Es bleiben 267.267 Euro offen.
Nach zehn Jahren beschleunigt sich der Abbau spürbar, weil der Tilgungsanteil jeder Rate inzwischen deutlich gewachsen ist.
Wofür Sie die Zahl brauchen
Drei Situationen machen die Restschuld wichtig.
Vor dem Ende der Zinsbindung. Was dann offen ist, muss neu finanziert werden, zu einem heute unbekannten Zinssatz. Je höher die Restschuld, desto größer Ihr Zinsrisiko. Was auf Sie zukommt, rechnet der Anschlussfinanzierungsrechner.
Beim Verkauf der Immobilie. Die Restschuld wird aus dem Kaufpreis abgelöst. Liegt sie darüber, müssen Sie die Differenz aus eigenen Mitteln aufbringen.
Bei einer geplanten Ablösung. Für die Berechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung ist die Restschuld die Ausgangsgröße.
Was der Rechner nicht weiß
Er rechnet Ihr Darlehen nach, er liest es nicht aus. Geleistete Sondertilgungen sind nicht enthalten; wer welche gezahlt hat, nutzt den Sondertilgungsrechner. Auch Ratenpausen, Tilgungssatzwechsel oder ein abweichender Auszahlungszeitpunkt verändern das Ergebnis.
Die verbindliche Restschuld nennt Ihnen Ihre Bank. Verlangen Sie eine Auskunft zu einem konkreten Stichtag, sonst rechnen Sie mit einem anderen Datum als die Bank.