Kreditrechner

Rate, Effektivzins und Gesamtkosten eines Ratenkredits — nach Laufzeit oder nach Wunschrate.

Zuletzt geprüft: 24. August 2026 Rechenweg offengelegt Ohne Anmeldung, ohne Datenweitergabe

Monatsgenaue Berechnung, nicht überschlägig Ergebnis sofort, kein Formular davor Alle Eingaben bleiben im Browser

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Jeder Rechner beantwortet genau eine Frage — vollständig, mit Rechenweg und Annahmen.

Was der Kreditrechner berechnet

Zinssätze und Rechtsstand geprüft im August 2026.

Ein Ratenkredit besteht aus vier Größen: Kreditsumme, Sollzins, Laufzeit und monatliche Rate. Drei davon geben Sie vor, die vierte ergibt sich sofort. Der Rechner oben beherrscht beide Richtungen. Sie können eine Laufzeit vorgeben und die Rate ablesen, oder eine Wunschrate eintragen und sehen, wie lange Sie dann zahlen.

Dazu kommt die Zahl, auf die es beim Vergleich ankommt: der effektive Jahreszins. Er enthält neben dem Sollzins auch die einmaligen Kosten und die unterjährige Verzinsung. Zwei Angebote lassen sich nur über den Effektivzins vergleichen, nie über den Sollzins.

Wie sich die Rate berechnet

Ratenkredite laufen fast immer als Annuitätendarlehen: Die Rate bleibt über die gesamte Laufzeit gleich. Ihre Zusammensetzung verschiebt sich aber jeden Monat. Die Formel dahinter:

Rate = Kreditbetrag × (i × (1 + i)^n) ÷ ((1 + i)^n − 1)

Dabei ist i der Monatszins, also der Jahreszins geteilt durch zwölf, und n die Zahl der Monate. Bei 15.000 Euro, 6,9 Prozent Sollzins und 48 Monaten ergibt das eine Monatsrate von 358,50 Euro.

Innerhalb der Rate passiert Folgendes: Im ersten Monat entfallen 86,25 Euro auf Zinsen und 272,25 Euro auf die Tilgung. In der letzten Rate sind es nur noch 2,05 Euro Zinsen und 356,45 Euro Tilgung. Der Grund ist einfach: Zinsen fallen immer nur auf die Restschuld an, und die wird mit jeder Rate kleiner.

Wie die Laufzeit die Kosten verändert

Eine längere Laufzeit senkt die Rate und erhöht die Zinskosten. Bei 15.000 Euro zu 6,9 Prozent sieht das so aus:

LaufzeitMonatsrateZinsen gesamtRückzahlung
24 Monate670,91 €1.102 €16.102 €
36 Monate462,47 €1.649 €16.649 €
48 Monate358,50 €2.208 €17.208 €
60 Monate296,31 €2.779 €17.779 €
84 Monate225,66 €3.955 €18.955 €

Von 24 auf 84 Monate sinkt die Rate um zwei Drittel, die Zinskosten steigen dabei auf mehr als das Dreieinhalbfache. Die Frage ist also nicht, welche Rate am angenehmsten aussieht, sondern welche Sie dauerhaft tragen können, ohne in die Verlängerung zu gehen.

Eine brauchbare Richtschnur: So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Und die Laufzeit sollte nicht über die Lebensdauer dessen hinausgehen, was Sie finanzieren. Ein Auto über sieben Jahre zu bezahlen, das Sie nach vier verkaufen, geht selten gut aus.

Sollzins und Effektivzins

Der Sollzins ist der reine Zinssatz auf die Restschuld. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich alle Kosten, die zur Kreditaufnahme gehören, und rechnet die monatliche Zinsbelastung aufs Jahr hoch. Er ist nach der Preisangabenverordnung anzugeben.

Selbst ohne jede Nebenkosten liegt der Effektivzins über dem Sollzins. Bei 6,9 Prozent Sollzins sind es 7,12 Prozent, allein weil monatlich statt jährlich verzinst wird. Kommen 300 Euro Vermittlungskosten dazu, steigt der Effektivzins auf 8,24 Prozent.

Bearbeitungsgebühren dürfen Banken bei Verbraucherkrediten seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2014 nicht mehr verlangen. Wer sie in älteren Verträgen findet, kann sie zurückfordern. Andere Kosten bleiben zulässig, etwa Vermittlungsprovisionen oder eine Restschuldversicherung.

Was der Rechner nicht abbildet

Die Restschuldversicherung ist der häufigste versteckte Kostenblock. Sie ist freiwillig, wird aber oft im Beratungsgespräch als selbstverständlich mitverkauft und kann die Gesamtkosten deutlich erhöhen. Sie taucht im Effektivzins nur auf, wenn ihr Abschluss Bedingung für den Kredit ist.

Ebenfalls nicht enthalten: bonitätsabhängige Zinsen. Viele Banken werben mit einem Zins „ab“ einem bestimmten Wert. Diesen Satz bekommt nur ein Teil der Kunden. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein repräsentatives Beispiel, das für mindestens zwei Drittel der Abschlüsse gelten muss. Vergleichen Sie deshalb immer die Zahl, die in Ihrem persönlichen Angebot steht, nicht die aus der Werbung.

Ratenkredit, Privatkredit, Konsumkredit

Die Begriffe meinen weitgehend dasselbe und werden austauschbar verwendet. Ein Ratenkredit ist ein Darlehen mit fester Laufzeit und gleichbleibenden Monatsraten. Privatkredit betont, dass der Kreditnehmer eine Privatperson ist, im Unterschied zum Firmenkredit. Konsumkredit oder Anschaffungskredit benennen den Verwendungszweck.

Rechtlich gilt für alle dasselbe: Es sind Verbraucherdarlehen nach §§ 491 ff. BGB, mit 14 Tagen Widerrufsrecht und gedeckelter Vorfälligkeitsentschädigung.

Vom Ratenkredit zu unterscheiden ist der Kredit von Privat an Privat, oft P2P-Kredit genannt. Dabei finanzieren nicht Banken, sondern private Anleger über eine Vermittlungsplattform. Die Konditionen sind bei guter Bonität selten besser als bei einer Direktbank; interessant wird es eher, wenn eine Bank ablehnt. Die Rechnung im Rechner oben funktioniert unverändert, nur der Zinssatz ist ein anderer.

Nicht vergleichbar ist dagegen der zweckgebundene Kredit. Autokredite und Modernisierungskredite sind oft günstiger, weil eine Sicherheit dahintersteht. Dafür ist die Verwendung festgelegt.

Ihre Rechte bei einem Verbraucherkredit

Zwei Punkte sind wichtiger, als sie meist behandelt werden.

Erstens das Widerrufsrecht: Bei Verbraucherdarlehen haben Sie 14 Tage Zeit, den Vertrag ohne Angabe von Gründen zu widerrufen (§ 355 BGB). Die Frist beginnt erst, wenn Sie alle Pflichtangaben erhalten haben. Ist die Belehrung fehlerhaft, verlängert sich die Frist.

Zweitens die vorzeitige Rückzahlung: Sie dürfen jederzeit ganz oder teilweise ablösen. Die Bank darf dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, aber höchstens 1 Prozent der vorzeitig zurückgezahlten Summe. Beträgt die Restlaufzeit weniger als ein Jahr, sind es höchstens 0,5 Prozent (§ 502 BGB). Ob sich die Ablösung lohnt, zeigt der Umschuldungsrechner.

Häufige Fragen

Was lässt sich mit dem Kreditrechner berechnen?
Monatsrate, Laufzeit, Zinskosten, Gesamtaufwand und den effektiven Jahreszins. Sie können entweder eine Laufzeit vorgeben und die Rate ermitteln oder umgekehrt. Der Zahlungsplan darunter zeigt für jedes Jahr, wie viel in Zinsen und wie viel in die Tilgung fließt.
Welche Angaben brauche ich dafür?
Die gewünschte Kreditsumme, den Sollzins und wahlweise Laufzeit oder Wunschrate. Den Sollzins finden Sie in jedem Angebot; für eine erste Orientierung reicht ein Marktwert. Einmalige Kosten können Sie zusätzlich eintragen, dann stimmt der ausgewiesene Effektivzins.
Wie vergleiche ich mehrere Angebote?
Über den effektiven Jahreszins, nicht über den Sollzins oder die Rate. Ein Angebot mit niedrigem Sollzins und Vermittlungskosten kann teurer sein als eines mit höherem Zins ohne Kosten. Drei Angebote nebeneinander stellt der Kreditvergleich.
Warum ist die Rate bei der Bank höher als im Rechner?
Meist wegen dreier Dinge: Der beworbene Zins gilt nicht für Ihre Bonität, es ist eine Restschuldversicherung eingerechnet, oder die Bank rechnet mit Vermittlungskosten. Fragen Sie nach dem Effektivzins ohne Versicherung, dann sind die Zahlen vergleichbar.
Wie viel Kredit kann ich mir leisten?
Eine verbreitete Faustregel setzt die monatliche Rate bei höchstens 35 Prozent des Nettoeinkommens an. Verlässlicher ist eine Haushaltsrechnung: Einnahmen minus alle laufenden Ausgaben, davon noch einen Puffer abziehen. Was übrig bleibt, ist die tragbare monatliche Rate. Für Immobilien rechnet das der Budgetrechner durch.
Lohnt sich eine kürzere Laufzeit?
Fast immer, solange die höhere Rate sicher tragbar ist. Von 84 auf 48 Monate sparen Sie im Beispiel oben 1.747 Euro Zinsen. Wer unsicher ist, wählt lieber eine längere Laufzeit mit der Möglichkeit zu Sondertilgungen, statt sich an einer knappen Rate zu verheben.
Was passiert, wenn ich eine Rate nicht zahlen kann?
Melden Sie sich vor dem Fälligkeitstermin bei der Bank. Ratenpausen oder eine Stundung sind oft möglich. Bei Zahlungsverzug fallen Verzugszinsen an, und nach zwei ausgebliebenen Raten kann die Bank den Kredit kündigen (§ 498 BGB). Ein Schufa-Eintrag folgt dann meist automatisch.