Bausparrechner

Spar- und Darlehensphase eines Bausparvertrags durchrechnen, inklusive Abschlussgebühr.

Zuletzt geprüft: 24. August 2026 Rechenweg offengelegt Ohne Anmeldung, ohne Datenweitergabe

Monatsgenaue Berechnung, nicht überschlägig Ergebnis sofort, kein Formular davor Alle Eingaben bleiben im Browser

Zwei Phasen, ein Vertrag

Rechtsstand geprüft im August 2026.

Ein Bausparvertrag besteht aus zwei Teilen. In der Sparphase zahlen Sie monatlich ein, bis ein Mindestguthaben erreicht ist, meist 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme. Dann ist der Vertrag zuteilungsreif. In der Darlehensphase steht Ihnen die Differenz zur Bausparsumme als Darlehen zu, zu einem Zinssatz, der bereits bei Vertragsabschluss festgeschrieben wurde.

Ein Beispiel: 50.000 Euro Bausparsumme, 200 Euro Sparrate, 0,5 Prozent Guthabenzins, 1 Prozent Abschlussgebühr, 40 Prozent Mindestguthaben. Die Zuteilung ist nach 8 Jahren und 5 Monaten erreicht, das Guthaben beträgt dann 20.105 Euro. Es bleiben 29.895 Euro Darlehen zu 2,25 Prozent, die bei 300 Euro Tilgungsbeitrag in 9 Jahren und 3 Monaten zurückgezahlt sind.

Wo der Wert liegt und wo nicht

Die Sparphase ist selten attraktiv. Guthabenzinsen von 0,1 bis 1 Prozent liegen unter dem, was Tagesgeld bringt. Dazu kommt die Abschlussgebühr von meist 1 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme, die aus den ersten Beiträgen beglichen wird und bei Kündigung in der Regel verloren ist.

Der eigentliche Wert liegt im festgeschriebenen Darlehenszins. Sie sichern sich heute die Kondition für ein Darlehen, das Sie erst in Jahren abrufen. Steigen die Bauzinsen bis dahin deutlich, ist das viel wert. Bleiben sie niedrig, haben Sie für eine Versicherung gezahlt, die Sie nicht gebraucht haben.

Ein Bausparvertrag ist damit weniger eine Geldanlage als eine Zinsabsicherung. Wer ihn so bewertet, trifft die bessere Entscheidung.

Was der Rechner nicht abbilden kann

Der Zuteilungszeitpunkt hängt nicht allein vom Guthaben ab. Jede Bausparkasse rechnet zusätzlich mit einer Bewertungszahl, die berücksichtigt, wie lange das Geld bereits eingezahlt ist. Zwei Verträge mit gleichem Guthaben können deshalb unterschiedlich schnell zugeteilt werden. Der hier ermittelte Zeitpunkt ist eine Näherung.

Nicht enthalten sind außerdem staatliche Förderungen: die Wohnungsbauprämie, die Arbeitnehmersparzulage und vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers. Alle drei können die Rechnung deutlich verbessern, sind aber an Einkommensgrenzen und Bedingungen geknüpft.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Bausparvertrag noch?
Als Zinsabsicherung ja, wenn Sie in fünf bis zehn Jahren bauen oder modernisieren wollen und mit steigenden Zinsen rechnen. Als reine Geldanlage nein, dafür sind die Guthabenzinsen zu niedrig.
Muss ich das Darlehen abrufen?
Nein. Sie können sich das Guthaben auszahlen lassen und auf das Darlehen verzichten. Manche Tarife belohnen das mit einem Zinsbonus. Die Abschlussgebühr bekommen Sie allerdings nicht zurück.
Was passiert bei einer Kündigung vor der Zuteilung?
Sie erhalten das Guthaben samt Zinsen, meist nach einer Kündigungsfrist von sechs Monaten. Die Abschlussgebühr ist verloren, und je nach Tarif kann eine Rückzahlung von Bonuszinsen anfallen.
Wie hoch sollte die Bausparsumme sein?
Sie sollte dem tatsächlichen Finanzierungsbedarf entsprechen. Eine zu hohe Summe bedeutet eine höhere Abschlussgebühr und ein späteres Zuteilungsdatum, weil das Mindestguthaben entsprechend steigt.
Was ist der Tilgungsbeitrag?
Die monatliche Rate in der Darlehensphase, meist als Promillesatz der Bausparsumme angegeben, üblich sind 3 bis 10 Promille. Bei 50.000 Euro Bausparsumme und 6 Promille wären das 300 Euro.

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