Tagesgeldrechner

Zinsertrag beim Tagesgeld, auch mit befristetem Aktionszins und nach Steuern.

Zuletzt geprüft: 24. August 2026 Rechenweg offengelegt Ohne Anmeldung, ohne Datenweitergabe

Monatsgenaue Berechnung, nicht überschlägig Ergebnis sofort, kein Formular davor Alle Eingaben bleiben im Browser

Was Tagesgeld bringt

Steuersätze und Rechtsstand geprüft im August 2026.

Tagesgeld ist täglich verfügbar und bis 100.000 Euro je Bank und Kunde gesetzlich abgesichert. Dafür ist der Zinssatz variabel: Die Bank kann ihn jederzeit ändern, in beide Richtungen.

Bei 20.000 Euro und 2,1 Prozent Zinssatz ergeben sich über zwölf Monate 424,07 Euro Zinsertrag, wenn monatlich gutgeschrieben und mitverzinst wird. Der Rechner oben unterstellt diesen Rhythmus, weil er bei Tagesgeld am verbreitetsten ist.

Der Aktionszins und was danach kommt

Viele Banken locken Neukunden mit einem befristeten Sonderzins, meist für drei bis sechs Monate. Danach gilt der reguläre Satz, der oft deutlich niedriger liegt.

Im Beispiel: 20.000 Euro, sechs Monate zu 3,5 Prozent, danach 2,1 Prozent. Der Ertrag steigt auf 567,20 Euro statt 424,07 Euro. Die 143 Euro Unterschied sind der gesamte Vorteil der Aktion.

Daraus folgt zweierlei. Erstens lohnt es sich, den Zeitpunkt zu notieren, an dem die Aktion endet. Zweitens sollte man den Anbieter nicht allein nach dem Lockzins auswählen, sondern nach dem regulären Satz danach. Wer nicht wechseln will, fährt mit einer dauerhaft ordentlichen Kondition besser als mit einem halben Jahr Spitzenzins.

Steuern auf Zinserträge

Auf Kapitalerträge fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf an, zusammen 26,375 Prozent (§ 32d EStG). Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 Euro pro Jahr, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro (§ 20 Abs. 9 EStG).

Im Beispiel mit 424,07 Euro Ertrag fällt keine Steuer an, weil der Betrag unter dem Freibetrag liegt. Wichtig ist allerdings, bei der Bank einen Freistellungsauftrag zu hinterlegen. Ohne ihn führt sie die Steuer ab, und Sie holen sie erst über die Steuererklärung zurück.

Tagesgeld oder Festgeld?

Tagesgeld ist verfügbar und variabel verzinst, Festgeld ist gebunden und fest verzinst. Welches besser passt, hängt von der Zinserwartung ab.

Bei steigenden Zinsen ist Tagesgeld im Vorteil, weil die Anpassung mitläuft. Bei fallenden Zinsen sichert Festgeld die höhere Kondition für die Laufzeit. Wer nicht spekulieren will, teilt auf: den Notgroschen aufs Tagesgeld, den Rest gestaffelt aufs Festgeld. Was Festgeld bringt, rechnet der Festgeldrechner.

Häufige Fragen

Wie oft werden Zinsen gutgeschrieben?
Je nach Bank monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Je häufiger, desto früher wirkt der Zinseszins. Der Unterschied ist bei den derzeitigen Sätzen allerdings gering und selten ausschlaggebend.
Ist mein Geld sicher?
Innerhalb der EU sind Einlagen bis 100.000 Euro je Bank und Kunde gesetzlich abgesichert. Bei höheren Beträgen empfiehlt sich die Verteilung auf mehrere Institute. Achten Sie darauf, welchem Sicherungssystem eine ausländische Bank angehört.
Kann die Bank den Zins jederzeit senken?
Ja, das ist das Wesen des Tagesgeldes. Ein zugesagter Aktionszins gilt allerdings für den vereinbarten Zeitraum.
Lohnt sich ein Wechsel für 0,3 Prozentpunkte?
Bei 20.000 Euro sind das 60 Euro im Jahr vor Steuern. Ob sich der Aufwand für ein neues Konto lohnt, müssen Sie selbst abwägen. Ab fünfstelligen Beträgen und größeren Zinsunterschieden lohnt es sich meist.

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Alle Rechner arbeiten mit demselben Rechenkern und lassen sich mit Ihren Werten weiterrechnen.