Was die jährliche Rendite aussagt
Rechtsstand geprüft im August 2026.
Wenn aus 10.000 Euro über acht Jahre 18.000 Euro geworden sind, beträgt die Gesamtrendite 80 Prozent. Diese Zahl sagt aber wenig, solange man den Zeitraum nicht kennt. Vergleichbar wird sie erst als jährliche Rendite.
Der Rechner ermittelt die mittlere jährliche Wachstumsrate, im Fachjargon CAGR. Sie beantwortet die Frage: Mit welchem konstanten Zinssatz wäre aus dem Anfangs- das Endkapital geworden? Im Beispiel sind es 7,62 Prozent.
Das ist ein geglätteter Wert. Der tatsächliche Verlauf kann völlig anders ausgesehen haben, mit starken Schwankungen und zwischenzeitlichen Verlusten. Für den Vergleich verschiedener Anlagen ist die geglättete Zahl trotzdem die brauchbarere.
Warum Gebühren so stark wirken
Tragen Sie im Rechner 500 Euro Gebühren ein, sinkt die Rendite von 7,62 auf 7,25 Prozent. Das klingt nach wenig, sind aber 5 Prozent der erzielten Rendite.
Bei laufenden Kosten ist der Effekt größer, weil sie jedes Jahr anfallen und die Basis für künftige Erträge mindern. Ein Fonds mit 1,5 Prozent jährlicher Kostenquote kostet über zwanzig Jahre einen erheblichen Teil des Ertrags. Was das konkret bedeutet, rechnet der ETF-Sparplanrechner durch.
Wofür der Rechner nicht taugt
Für Anlagen mit laufenden Ein- und Auszahlungen ist die einfache Renditeformel ungeeignet. Wer monatlich spart, hat für jede Rate eine andere Laufzeit. Die Frage beantwortet der Sparplanrechner.
Ebenfalls nicht abgebildet sind Steuern und Inflation. Auf Kapitalerträge fallen 26,375 Prozent Abgeltungsteuer inklusive Solidaritätszuschlag an (§ 32d EStG), und die Teuerung mindert die reale Rendite zusätzlich. Bei 7,62 Prozent nominal und 2 Prozent Inflation bleiben real etwa 5,5 Prozent, vor Steuern.