Entnahmeplan-Rechner

Wie lange ein Vermögen bei fester monatlicher Entnahme trägt — und ab wann es sich selbst erhält.

Zuletzt geprüft: 24. August 2026 Rechenweg offengelegt Ohne Anmeldung, ohne Datenweitergabe

Monatsgenaue Berechnung, nicht überschlägig Ergebnis sofort, kein Formular davor Alle Eingaben bleiben im Browser

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Steuersätze und Rechtsstand geprüft im August 2026.

Wer ein Vermögen aufgebaut hat, steht irgendwann vor der umgekehrten Frage: Wie lange trägt es, wenn ich regelmäßig etwas entnehme? Der Rechner oben beantwortet das monatsgenau. Er zieht die Entnahme zu Monatsbeginn ab und verzinst danach den Rest.

Ein Beispiel: 400.000 Euro Kapital, 1.500 Euro monatliche Entnahme, 3 Prozent Rendite auf das Restkapital. Das Geld reicht 36 Jahre und 6 Monate. Insgesamt entnehmen Sie in dieser Zeit 657.000 Euro, also deutlich mehr als das eingesetzte Kapital. Der Unterschied stammt aus den Erträgen, die während der Entnahmephase weiter anfallen.

Erhöhen Sie die Entnahme auf 2.000 Euro, sinkt die Reichweite auf 23 Jahre. Ohne jede Verzinsung wären es bei 1.500 Euro nur 22 Jahre und 2 Monate. Die Rendite auf das Restkapital macht in diesem Fall also mehr als vierzehn Jahre aus.

Wann das Kapital ewig hält

Es gibt eine Schwelle, an der die Entnahme genau vom laufenden Ertrag getragen wird. Dann bleibt das Kapital rechnerisch unbegrenzt erhalten.

Bei 400.000 Euro und 3 Prozent Rendite beträgt der monatliche Ertrag 1.000 Euro. Wer nicht mehr als das entnimmt, greift das Kapital nie an. Der Rechner weist diesen Fall gesondert aus.

In der Praxis ist diese Rechnung allerdings optimistischer, als sie aussieht. Zwei Dinge fehlen darin: Steuern auf die Erträge und die Inflation. Bei 2 Prozent Teuerung hat eine Entnahme von 1.500 Euro nach zwanzig Jahren nur noch die Kaufkraft von gut 1.000 Euro heute. Wer den Lebensstandard halten will, muss die Entnahme mit der Zeit erhöhen, und dann reicht das Kapital deutlich kürzer.

Die Vier-Prozent-Regel und ihre Grenzen

Aus der US-amerikanischen Finanzliteratur stammt die Faustregel, man könne jährlich 4 Prozent des Anfangsvermögens entnehmen, ohne es aufzubrauchen. Bei 400.000 Euro wären das 16.000 Euro im Jahr oder rund 1.333 Euro im Monat.

Die Regel beruht auf historischen Marktdaten über 30 Jahre und unterstellt einen hohen Aktienanteil. Sie ist eine grobe Orientierung, keine Zusage. Zwei Einschränkungen sind wichtig: Sie stammt aus einer Zeit höherer Anleiherenditen, und sie berücksichtigt keine deutschen Steuern.

Besonders kritisch ist das sogenannte Renditereihenfolge-Risiko. Fallen die Kurse ausgerechnet in den ersten Entnahmejahren, wird Substanz zu niedrigen Kursen verkauft, die später fehlt. Zwei Ruheständler mit identischer Durchschnittsrendite können deshalb völlig unterschiedlich dastehen, nur weil die guten und schlechten Jahre anders verteilt waren.

Häufige Fragen

Wie viel kann ich monatlich entnehmen?
Das hängt von Kapital, Rendite und gewünschter Dauer ab. Als Ausgangspunkt können Sie im Rechner die Entnahme so einstellen, dass das Kapital bis zu einem realistischen Alter reicht, und dann prüfen, ob dieser Betrag zum Bedarf passt.
Wie wirken Steuern auf den Entnahmeplan?
Beim Verkauf von Fondsanteilen fällt Abgeltungsteuer auf den Kursgewinn an, nicht auf die gesamte Entnahme. Wie hoch der Gewinnanteil ist, hängt vom Einstandskurs ab. Der Rechner bildet das nicht ab, die tatsächliche Reichweite liegt deshalb etwas unter dem angezeigten Wert.
Sollte ich das Kapital in der Entnahmephase umschichten?
Übliche Empfehlung ist, den Anteil schwankungsanfälliger Anlagen zu senken, aber nicht auf null. Wer dreißig Jahre entnimmt, braucht weiterhin Rendite. Eine verbreitete Lösung ist, die nächsten Jahre der Entnahme in sicheren Anlagen vorzuhalten und den Rest investiert zu lassen.
Was ist der Unterschied zu einer Sofortrente?
Bei einer Sofortrente zahlen Sie Kapital an eine Versicherung und erhalten dafür eine lebenslange Zahlung. Das Langlebigkeitsrisiko trägt dann die Versicherung, dafür ist die Rente niedriger und das Kapital nicht mehr verfügbar. Der Entnahmeplan behält die Flexibilität, das Risiko liegt aber bei Ihnen.

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