Zwei Richtungen, eine Rechnung
Steuersätze und Rechtsstand geprüft im August 2026.
Der Rechner beantwortet zwei Fragen, je nachdem, was Sie schon wissen. Entweder Sie kennen Ihre Sparrate und wollen wissen, was daraus wird. Oder Sie haben ein Ziel vor Augen und wollen wissen, wie viel Sie dafür monatlich zurücklegen müssen. Über den Umschalter oben wählen Sie die Richtung.
Ein Beispiel für die erste Richtung: 250 Euro im Monat über 15 Jahre bei 6 Prozent Rendite. Eingezahlt haben Sie 45.000 Euro, am Ende stehen 72.705 Euro. Der Ertrag beträgt 27.705 Euro, also gut ein Drittel des Endkapitals.
Umgekehrt: Wer in 15 Jahren 100.000 Euro haben will und mit 6 Prozent rechnet, muss 343,86 Euro im Monat sparen. Bringen Sie 20.000 Euro Startkapital mit, sinkt die nötige Rate auf 175,09 Euro. Startkapital wirkt in dieser Rechnung überproportional, weil es am längsten arbeitet.
Warum die Zeit mehr bewirkt als die Rendite
Beim Sparen gibt es drei Stellschrauben: die Rate, die Rendite und die Zeit. Die dritte wird am häufigsten unterschätzt.
Der Grund liegt im Zinseszinseffekt. In den ersten Jahren macht er kaum etwas aus, weil noch wenig Kapital da ist, das Erträge tragen könnte. Mit jedem Jahr wächst die Basis, auf die Rendite anfällt. Die letzten fünf Jahre einer zwanzigjährigen Laufzeit bringen deshalb mehr als die ersten zehn.
Praktisch heißt das: Wer die Wahl hat zwischen einer höheren Rate ab nächstem Jahr und einer kleineren Rate ab sofort, fährt mit dem sofortigen Start meist besser. Wie stark der Effekt wirkt, zeigt der Zinseszinsrechner.
Was in der Rechnung fehlt
Drei Dinge zieht dieser Rechner bewusst nicht ab, weil sie stark vom Einzelfall abhängen.
Die Steuer: Auf Kapitalerträge fallen 26,375 Prozent Abgeltungsteuer inklusive Solidaritätszuschlag an (§ 32d EStG), abzüglich des Sparerpauschbetrags von 1.000 Euro im Jahr (§ 20 Abs. 9 EStG).
Die Fondskosten: Bei einem ETF-Sparplan mindert die jährliche Kostenquote das Ergebnis spürbar. Über zwanzig Jahre kostet ein Unterschied von einem Prozentpunkt einen erheblichen Teil des Ertrags. Wer einen Fondssparplan durchrechnen will, nimmt besser den ETF-Sparplanrechner, der TER und Steuer berücksichtigt.
Die Inflation: Bei 2 Prozent Teuerung hat das Endkapital nach 15 Jahren nur etwa drei Viertel der heutigen Kaufkraft. Was real übrig bleibt, zeigt der Inflationsrechner.
Welche Rendite ist realistisch?
Das hängt davon ab, worin Sie sparen. Für Tagesgeld und Festgeld orientieren Sie sich an aktuellen Angeboten, dort ist die Rendite zugesagt. Für Aktien und ETFs ist jede Zahl eine Annahme, kein Versprechen.
Historisch erzielten breit gestreute Aktienmärkte rund 7 Prozent im langfristigen Mittel. Der Wert schwankt aber erheblich, und es gab Jahrzehnte mit deutlich weniger. Wer mit 5 statt 7 Prozent plant, wird seltener enttäuscht und hat im guten Fall mehr als gedacht.