Investitionsrechner

Kapitalwert, interner Zinsfuß und Amortisation einer Investition berechnen.

Zuletzt geprüft: 24. August 2026 Rechenweg offengelegt Ohne Anmeldung, ohne Datenweitergabe

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Jeder Rechner beantwortet genau eine Frage — vollständig, mit Rechenweg und Annahmen.

Lohnt sich die Anschaffung?

Rechtsstand geprüft im August 2026.

Vor jeder größeren Anschaffung steht dieselbe Frage: Bringt sie mehr ein, als sie kostet? Der Rechner beantwortet sie mit drei Kennzahlen, die zusammen ein vollständiges Bild ergeben.

Ein Beispiel: Eine Maschine kostet 50.000 Euro, spart 12.000 Euro pro Jahr an Kosten und hält sechs Jahre. Der Kalkulationszins liegt bei 5 Prozent.

  • Kapitalwert: 10.908 Euro. Er ist positiv, die Investition lohnt sich also.
  • Interner Zinsfuß: 11,53 Prozent. So hoch verzinst sich das eingesetzte Kapital tatsächlich.
  • Amortisation: 4,2 Jahre. So lange dauert es, bis das Geld nominal zurück ist.

Was der Kapitalwert bedeutet

Der Kapitalwert ist die Summe aller künftigen Rückflüsse, abgezinst auf heute, minus der Anschaffungskosten. Die Abzinsung bildet ab, dass 12.000 Euro in fünf Jahren weniger wert sind als 12.000 Euro heute.

Ist der Kapitalwert positiv, verzinst sich die Investition höher als der geforderte Kalkulationszins. Ist er negativ, lohnt sie sich unter diesen Annahmen nicht.

Der Kalkulationszins ist dabei Ihre Entscheidung. Bei Fremdfinanzierung sollte er mindestens dem Kreditzins entsprechen. Bei Eigenmitteln ist es die Rendite der besten Alternative, auf die Sie verzichten.

Warum die Amortisationsdauer allein nicht reicht

Die Amortisationsdauer ist die verbreitetste Kennzahl, weil sie anschaulich ist. Sie hat aber zwei Schwächen.

Sie ignoriert, was nach der Amortisation passiert. Zwei Investitionen mit identischer Amortisationszeit können völlig unterschiedlich wertvoll sein, wenn die eine danach noch fünf Jahre Erträge liefert und die andere nur eines.

Und sie ignoriert den Zeitwert des Geldes. Ein Rückfluss im fünften Jahr wird genauso gezählt wie einer im ersten.

Nutzen Sie die Amortisationsdauer deshalb als Risikomaß, nicht als Entscheidungskriterium. Sie sagt, wie lange Sie im Risiko stehen. Ob sich die Investition lohnt, sagt der Kapitalwert.

Was der Rechner vereinfacht

Gleichbleibende jährliche Rückflüsse sind eine Annahme. In der Praxis liefern die ersten Jahre oft weniger, etwa wegen Einarbeitung oder Anlaufproblemen.

Nicht enthalten sind Steuern und die Wirkung der Abschreibung. Beide können das Ergebnis deutlich verändern: Die Abschreibung mindert den steuerpflichtigen Gewinn und wirkt damit wie ein zusätzlicher Rückfluss.

Ebenfalls nicht abgebildet sind Folgeinvestitionen und Ersatzbeschaffungen nach Ende der Nutzungsdauer.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte der Kalkulationszins sein?
Mindestens so hoch wie Ihre Finanzierungskosten. Wer die Investition aus Eigenmitteln zahlt, setzt die Rendite der besten verfügbaren Alternative an. Übliche Werte liegen zwischen 4 und 10 Prozent, bei riskanten Projekten deutlich höher.
Was ist der interne Zinsfuß?
Der Zinssatz, bei dem der Kapitalwert genau null wird. Er entspricht der tatsächlichen Verzinsung der Investition und lässt sich direkt mit Ihren Finanzierungskosten vergleichen.
Was, wenn die Rückflüsse schwanken?
Dann rechnen Sie mit einem vorsichtigen Durchschnitt und prüfen zusätzlich ein pessimistisches Szenario. Sinkt der Kapitalwert dabei unter null, ist die Investition riskant.
Brauche ich einen eigenen Amortisationsrechner?
Nein, die Amortisationsdauer weist dieser Rechner bereits aus. Sie ist die Zeit, bis die Anschaffungskosten durch die Rückflüsse nominal gedeckt sind.
Und einen Kapitalwertrechner?
Ebenfalls nicht. Der Kapitalwert ist hier die Hauptkennzahl. Er ist die Summe aller abgezinsten Rückflüsse minus der Anschaffungskosten und beantwortet die eigentliche Frage: Lohnt sich die Investition bei der geforderten Mindestverzinsung?
Gilt das auch für private Anschaffungen?
Ja, überall dort, wo eine Ausgabe künftige Einsparungen bringt. Eine Photovoltaikanlage oder eine neue Heizung lassen sich genauso rechnen: Anschaffungskosten, jährliche Ersparnis, Nutzungsdauer.