Lohnt sich die Anschaffung?
Rechtsstand geprüft im August 2026.
Vor jeder größeren Anschaffung steht dieselbe Frage: Bringt sie mehr ein, als sie kostet? Der Rechner beantwortet sie mit drei Kennzahlen, die zusammen ein vollständiges Bild ergeben.
Ein Beispiel: Eine Maschine kostet 50.000 Euro, spart 12.000 Euro pro Jahr an Kosten und hält sechs Jahre. Der Kalkulationszins liegt bei 5 Prozent.
- Kapitalwert: 10.908 Euro. Er ist positiv, die Investition lohnt sich also.
- Interner Zinsfuß: 11,53 Prozent. So hoch verzinst sich das eingesetzte Kapital tatsächlich.
- Amortisation: 4,2 Jahre. So lange dauert es, bis das Geld nominal zurück ist.
Was der Kapitalwert bedeutet
Der Kapitalwert ist die Summe aller künftigen Rückflüsse, abgezinst auf heute, minus der Anschaffungskosten. Die Abzinsung bildet ab, dass 12.000 Euro in fünf Jahren weniger wert sind als 12.000 Euro heute.
Ist der Kapitalwert positiv, verzinst sich die Investition höher als der geforderte Kalkulationszins. Ist er negativ, lohnt sie sich unter diesen Annahmen nicht.
Der Kalkulationszins ist dabei Ihre Entscheidung. Bei Fremdfinanzierung sollte er mindestens dem Kreditzins entsprechen. Bei Eigenmitteln ist es die Rendite der besten Alternative, auf die Sie verzichten.
Warum die Amortisationsdauer allein nicht reicht
Die Amortisationsdauer ist die verbreitetste Kennzahl, weil sie anschaulich ist. Sie hat aber zwei Schwächen.
Sie ignoriert, was nach der Amortisation passiert. Zwei Investitionen mit identischer Amortisationszeit können völlig unterschiedlich wertvoll sein, wenn die eine danach noch fünf Jahre Erträge liefert und die andere nur eines.
Und sie ignoriert den Zeitwert des Geldes. Ein Rückfluss im fünften Jahr wird genauso gezählt wie einer im ersten.
Nutzen Sie die Amortisationsdauer deshalb als Risikomaß, nicht als Entscheidungskriterium. Sie sagt, wie lange Sie im Risiko stehen. Ob sich die Investition lohnt, sagt der Kapitalwert.
Was der Rechner vereinfacht
Gleichbleibende jährliche Rückflüsse sind eine Annahme. In der Praxis liefern die ersten Jahre oft weniger, etwa wegen Einarbeitung oder Anlaufproblemen.
Nicht enthalten sind Steuern und die Wirkung der Abschreibung. Beide können das Ergebnis deutlich verändern: Die Abschreibung mindert den steuerpflichtigen Gewinn und wirkt damit wie ein zusätzlicher Rückfluss.
Ebenfalls nicht abgebildet sind Folgeinvestitionen und Ersatzbeschaffungen nach Ende der Nutzungsdauer.