Kaufen oder mieten?

Vermögensvergleich über die Jahre: Immobilienkauf gegen Miete plus Geldanlage.

Zuletzt geprüft: 24. August 2026 Rechenweg offengelegt Ohne Anmeldung, ohne Datenweitergabe

Monatsgenaue Berechnung, nicht überschlägig Ergebnis sofort, kein Formular davor Alle Eingaben bleiben im Browser

Die Frage ist falsch gestellt

Rechtsstand geprüft im August 2026.

Die verbreitete Rechnung vergleicht Miete mit Rate: Wenn die Rate niedriger ist als die Miete, lohnt sich der Kauf. Diese Rechnung übersieht drei Dinge.

Erstens zahlt der Käufer zusätzlich Instandhaltung, Grundsteuer und Gebäudeversicherung. Zweitens hat er Kaufnebenkosten bezahlt, die sofort weg sind. Drittens könnte der Mieter sein Eigenkapital anlegen und Rendite erzielen.

Der Rechner oben vergleicht deshalb nicht die monatliche Belastung, sondern das Vermögen nach einem Zeitraum. Beim Kauf ist das der Immobilienwert minus Restschuld. Bei der Miete das angelegte Eigenkapital plus die angelegte Differenz zwischen Rate und Miete.

Was das Ergebnis kippen lässt

Zwei Annahmen entscheiden fast alles: die Wertsteigerung der Immobilie und die Rendite der Geldanlage. Beide sind Schätzungen.

Bei 2 Prozent Wertsteigerung und 4 Prozent Anlagerendite liegt der Kauf im Standardbeispiel vorn. Setzen Sie die Wertsteigerung auf 1 Prozent und die Anlagerendite auf 6 Prozent, kippt das Ergebnis. Beide Szenarien sind plausibel.

Deshalb ist die ehrlichste Antwort auf die Titelfrage: Es kommt darauf an, und niemand weiß es vorher. Rechnen Sie mehrere Szenarien durch, statt einer Zahl zu vertrauen.

Was in keiner Rechnung steht

Die finanzielle Betrachtung ist nur die eine Hälfte.

Für den Kauf sprechen Sicherheit vor Eigenbedarfskündigung, Gestaltungsfreiheit und ein erzwungener Sparprozess: Die Tilgung baut Vermögen auf, ob man will oder nicht. Nach zehn Jahren Selbstnutzung ist ein Verkaufsgewinn steuerfrei (§ 23 EStG).

Für die Miete sprechen Flexibilität bei Jobwechsel oder Trennung, keine Instandhaltungsrisiken und kein Klumpenrisiko: Wer kauft, steckt oft sein gesamtes Vermögen in ein einziges Objekt an einem einzigen Ort.

Diese Punkte lassen sich nicht in Euro ausdrücken, entscheiden aber häufig mehr als die Rechnung.

Häufige Fragen

Ab wann lohnt sich der Kauf?
Faustregeln nennen oft sieben bis zehn Jahre Haltedauer, weil erst dann die Kaufnebenkosten aufgeholt sind. Bei hohen Kaufpreisfaktoren kann es deutlich länger dauern.
Was ist der Kaufpreisfaktor?
Kaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete. Er zeigt, wie teuer eine Immobilie im Verhältnis zur ortsüblichen Miete ist. Ein Faktor über 30 bedeutet, dass die Rechnung stark auf Wertsteigerung angewiesen ist. Für Kapitalanlagen rechnet das der Mietrenditerechner.
Ist die Steuer berücksichtigt?
Nein, in beide Richtungen nicht. Auf die Erträge der Geldanlage fällt Abgeltungsteuer an, was den Mieter schlechter stellt. Der Verkaufsgewinn einer selbstgenutzten Immobilie ist nach zehn Jahren steuerfrei, was den Käufer besserstellt.
Zählt die getilgte Rate als Sparen?
Ja, und genau das ist der Kern. Der Tilgungsanteil der Rate ist kein Verbrauch, sondern Vermögensaufbau. Der Zinsanteil dagegen ist es nicht, er entspricht wirtschaftlich der Miete.

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Alle Rechner arbeiten mit demselben Rechenkern und lassen sich mit Ihren Werten weiterrechnen.